2. Spendenziel erreicht – Klageverfahren finanziert!

Während die zahlreichen Widerspruchsverfahren noch laufen, bereiten wir unseren Gang vor Gericht vor. Die Hinweise vom Oberverwaltungsgericht in Sachen Golzow sind auch für uns ermutigend. Wir haben gute Argumente und Chancen, die Baugenehmigung erst einmal stoppen und später kippen zu lassen. Seit dem Wochenende ist klar: Wir könnten uns sogar leisten zu verlieren. Denn die Kosten für ein Verfahren sind gedeckt! Jetzt sammeln wir weiter, damit mehr als eine Partei vor Gericht gehen kann. Und um das Gelände kaufen und für das Dorf und die Gemeinschaft entwickeln zu können. Ein großes Dankeschön an alle, die für unsere Sache spenden und uns unterstützen!

Erfolg: Spendenziel Nr. 1 übertroffen

Seit die Tagesthemen unseren Widerstand über die Region hinaus bekannt gemacht haben, erreicht uns eine Menge Unterstützung. In nur einer guten Woche ist es uns gelungen, unser erstes Spendenziel zu knacken und sogar einen ersten Schritt in Richtung zweites Spendenziel zu gehen. Die genauen Zahlen ändern sich täglich, aber Anfang August hatten wir schon über 2000 € zusammen. So darf es weitergehen! Außerdem haben wir viel Zuspruch bekommen, Ratschläge und Kontakt zu Sachverständigen auf den verschiedenen Gebieten. Nachrichten kamen aus ganz Deutschland, der Schweiz und sogar aus den USA, von Privat- und Geschäftsleuten, Stiftungen und nicht zuletzt von Bürgerinitiativen, die uns erzählt haben, wie sie erfolgreich waren und wer ihnen dabei geholfen hat. Unser Reitwein ist stark wie nie – wir machen weiter!

Wo gebaut wird, wird gemauschelt?

Bisher hat die Antragstellerin des Bauantrags den Medien keine Auskunft geben wollen in Sachen Putenmastanlage Reitwein. ARD und Deutschlandfunk sind mit ihren sachlichen Fragen und dem Bemühen um ein Interview bei Detlef Brauer, dem Geschäftsführer der Landwirtschaft Golzow Betriebs-GmbH, abgeblitzt. Inzwischen hat sich Herr Brauer zum Verkauf des Geländes nur zwei Monate nach Antragstellung geäußert und erklärt, warum mehr als drei Jahre lang niemand davon erfahren hat. Er hatte mit dem Käufer „vereinbart, dass der Verkauf erst wirksam wird, wenn der Umbau genehmigt ist.“ Warum? Nicht wenige stellen sich jetzt die Frage, ob dies wirklich, wie Brauer es nennt, „ein normaler Vorgang“ ist.

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